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November 2018

Aufstellung der steuerrechtlichen (freien) Höchstsätze bei einem Umzug aus dienstlichen Gründen

Da für den Bereich der evangelischen Kirche in Baden das kircheneigene Umzugskostengesetz gilt, behandelt untenstehender Artikel lediglich die steuerfreien Höchstbeträge, die vom Arbeitgeber (steuerfrei) erstattet werden können:

Änderung der maßgebenden Beträge für Umzugskosten zum 1. März 2018 bzw. 1. April 2019 und 1. März 2010

Kosten, die einem Arbeitnehmer durch einen beruflich veranlassten Umzug an einen anderen Ort entstehen, können vom Arbeitgeber steuerfrei ersetzt werden. Die steuerliche Anerkennung dieser Beträge wird laut BMF-Schreiben vom 21. September 2018 ab 1. März 2018 und weiter zum 1. April 2019 und 1. März 2020 erhöht.

Liegt ein beruflich veranlasster Umzug vor, so kann der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer Umzugskosten in Höhe des Betrages steuerfrei ersetzen, der nach dem Bundesumzugskostengesetz als höchstmögliche Umzugskostenvergütung gezahlt werden könnte.

Für Umzüge werden insbesondere folgende Aufwendungen anerkannt:

* Nachgewiesene Beförderungsauslagen für die Beförderung des Umzugsgutes
* Reisekosten des Arbeitnehmers und seiner Angehörigen
* Mietentschädigungen für die alte und neue Wohnung
* Erstattungen von Wohnungsvermittlungsgebühren
* Erstattungen für einen Kochherd bis zu 230 EUR und Auslagen für Öfen bis zu einem Betrag von 163 EUR für jedes Zimmer.

Ebenfalls können nach dem Bundesumzugskostengesetz Aufwendungen für sonstige Umzugsauslagen in nachgewiesener Höhe anerkannt werden. Hierunter fallen z.B. Trinkgelder an das Umzugspersonal, Auslagen für das Umschreiben von Personalausweisen und Personalkraftfahrzeugen, Abbau und Anschlusskosten von Herden, Öfen, Anschluss- oder Übernahmekosten eines Fernsprechanschlusses sowie die Anschaffung von Vorhängen, Rollos und Vorhangstangen.

Das Landessozialgericht Niedersachsen - Bremen (LSG) hat entschieden, dass bei einem Umzug, für den das Jobcenter eine Zusicherung (hinsichtlich der Aufwendungen für die neue Unterkunft) erteilt hat, auch die Kosten für die Umstellung des Telefon- und Internetanschlusses zu den „eigentlichen“ Umzugskosten im engeren Sinn zählen. Diese seien daher vom Jobcenter zu erstatten.
=> Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen: Urteil vom 6. Oktober 2015 - L 6 AS 1349/13; veröffentlicht bei www.sozialgerichtsbarkeit.de; die Revision ist beim BSG anhängig - B 14 AS 58/15 R

Ohne Nachweis kann der Arbeitgeber in diesen Fällen Pauschbeträge für Verheiratete, Lebenspartner und Gleichgestellte bei Beendigung des Umzugs ab dem 1. März 2018 in Höhe von 1.573 EUR, ab dem 1. April 2019: 1.622 EUR und ab 1. März 2020: 1.639 EUR steuerfrei ersetzen.

Für ledige Arbeitnehmer betragen die Pauschbeträge ab 1. März 2018: 787 EUR, ab 1. April 2019: 811 EUR und ab 1. März 2020: 820 EUR.

Der Pauschbetrag erhöht sich für jede weitere Person mit Ausnahme des Ehegatten oder Lebenspartners ab 1. März 2018 um 347 EUR, ab 1. April 2019 um 357 EUR und ab 1. März 2020 um 361 EUR.

Gleichzeitig wurden im BMF-Schreiben die Pauschbeträge für den zusätzlichen Unterricht der Kinder des Umziehenden angehoben:

Die Erstattung der Auslagen für einen durch Umzug bedingten zusätzlichen Unterricht der Kinder betragen für Arbeitnehmer in der Privatwirtschaft bis zu 40 % des Endgrundgehalts der Besoldungsgruppe A 12 des Bundesbesoldungsgesetzes für jedes Kind; davon werden 50 % in voller Höhe und darüber hinausgehende Aufwendungen zu drei Viertel erstattet.

Als umzugsbedingte Unterrichtskosten können vom Arbeitgeber ab dem 1. März 2018: 1.984 EUR, ab 1. April 2019: 2.045 EUR und ab 1. März 2020: 2.066 EUR ersetzt werden.

Die oben aufgeführten Beträge sind auch die Höchstbeträge, die als Werbungskosten steuerlich geltend gemacht werden können, wenn der Umzug beruflich bedingt ist, der Arbeitgeber jedoch keine Umzugskostenvergütung erstattet.

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